Geschichte

Die Kaiserbruendl-Herrensauna (das ehemalige "Centralbad") war schon immer dafür bekannt, die eleganteste Badeeinrichtung in Wien zu sein. Die ungewöhnliche Tiefe und die Fülle des hauseigenen Brunnens wurde sogar schon von den Römern geschätzt, nachgewiesen durch die Entdeckung der Münzen, welche die illustren Köpfe der Kaiser Heliogabal und Alexander Severus zeigen.

Im 19. Jahrhundert wuchs das "Centralbad" (bis dahin das einzige Badehaus im Stadtzentrum) zu einem der größten sozialen Prestigeplätze. In Gedenken an die Besuche der drei imperialen Majestäten Franz Josef von Österreich, Pedro the Second of Brazil und Nasir-ad-Din, wurde es in „Kaiserbruendl“ umbenannt.

Das Kaiserbruendl ist ein historisches türkisches Bad und öffnete erstmals seine Türen 1889. Es liegt mitten im historischen Stadtzentrum, einige Schritte von der Stephanskirche und gleich neben dem Franziskaner Kloster.

Der schwule jüngere Bruder des Kaisers Franz Joseph, Erzherzog Ludwig Viktor (1842-1919), der zärtlich „Luziwuzi“ von seinen Freunden genannt wurde und der allgemein am Gericht für seine böswillige Zunge und einen Faible für Frauenkleidung bekannt war, besuchte häufig das „Zentralbad“ und verursachte einen grossen Skandal nachdem er einem Offizier der österreichischen Armee zu nahe kam und der ihm daraufhin ins Gesicht schlug.

 
 
 
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